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Eine Patientin berichtet über ihr Leben mit Migräne
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Informationen der Deutschen Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft (DMKG) für Patienten und Ärzte.
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Wie entsteht Migräne?

Migräne ist eine komplexe Funktionsstörung des Gehirns, deren Ursachen noch nicht definitiv geklärt sind. Von den Mechanismen, die zur Migräne führen, ist der fünfte Hirnnerv (Trigeminus) ebenso betroffen wie Zentren im Hirnstamm und Mittelhirn.

Migräne wird durch eine Reihe von äußeren Faktoren, so genannten Triggern ausgelöst, die dadurch fälschlicherweise mit der eigentlichen Ursache verwechselt werden können. Tatsächlich zeichnet sich aber immer deutlicher eine organische Grundlage mit einer erblichen Veranlagung der Erkrankung ab.

Funktionsstörung im Hirn

Die Migräne ist eine komplexe biologische Funktionsstörung des Gehirns. Diese hat folgende Auswirkungen:

eine zeitweilige Störung der Versorgung des Hirnnervs (trigeminovaskuläre Innervation)
die Freisetzung gefäßaktiver Botenstoffe (vasoaktive Neurotransmitter)
eine veränderte Übermittlung von Schmerzsignalen im Hirnstamm
eine Veränderung der kortikalen, d.h. die Gehirnrinde betreffenden Erregbarkeit von Nervenzellen.
Daneben kommt es offenbar auch zu Störungen autonomer Zentren im Hirnstamm und Mittelhirn. Die Migräne ist also ein Mosaik vieler Teilmechanismen. Dies erklärt auch, warum die Migräne in ihrer Ausprägung und Symptomatik so unterschiedlich ist und warum es keine einheitliche, für alle Patienten wirksame Akuttherapie und Vorbeugung gibt.

Endogener Migränegenerator

Eine zentrale Rolle bei der Schmerzentstehung spielt der fünfte Hirnnerv (Trigeminus-Nerv). Er versorgt alle Blutgefäße von Hirnhaut und Gehirn. Diese und die Hirnhaut selbst sind die einzigen schmerzempfindlichen Strukturen im Gehirn.
Schematische Darstellung eines Gehirns während einer Migräneattacke
Schematische Darstellung eines Gehirns während einer Migräneattacke
Bei einer Migräneattacke wird das Gefäßsystem des Hirnnervs (trigeminales System) aktiviert. Schmerzsignale werden über Fasern des Trigeminus transportiert. Die Ursachen dieser Aktivierung sind noch nicht geklärt. Untersuchungen haben allerdings während Migräneattacken ein Zentrum mit erhöhter Durchblutung im Hirnstamm identifiziert. Das deutet auf erhöhte Nervenzellaktivität hin und legt die Existenz eines organischen (endogenen) „Migränegenerators“ nahe.
Die erhöhte Aktivität des Hirnstamms scheint also nicht Folge des Kopfschmerzes, sondern vielmehr die Ursache der Schmerzentstehung zu sein. Diese Aktivität könnte auch für den Wiederkehrkopfschmerz (Recurrence) verantwortlich sein.
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