Häufige Fragen zum Thema Migräne |
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Die Fakten zum Krankheitsbild Migräne auf einen Blick. Die Antworten zu den häufigsten Fragen liefern im kompakten Überblick. |
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Ist Kopfschmerz gleich Kopfschmerz? |
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Die internationale Kopfschmerzgesellschaft (IHS) definiert über 190 verschiedene Arten des Kopfschmerzes. Die häufigsten Formen sind der Spannungskopfschmerz und die Migräne. Sie machen zusammen ca. 90 Prozent aller Kopfschmerzerkrankungen aus. Kopfschmerzen werden in zwei Gruppen eingeteilt: „Primäre Kopfschmerzen“ stellen eigenständige Erkrankungen dar, die nicht auf eine andere Grundkrankheit zurückzuführen sind. Dazu gehören z. B. die Migräne und der Cluster-Kopfschmerz. Bei den „sekundären“ oder „symptomatischen“ Kopfschmerzen wird der Kopfschmerz durch eine andere Erkrankung oder eine Störung des physiologischen Gleichgewichts ausgelöst, z. B. durch innere Blutungen im Bereich des Kopfes und Gehirns, durch Verschlüsse von Blutgefäßen (Arterien oder Venen) im Gehirn, durch Bluthochdruckkrisen oder Hirntumore. Eine Sonderform des symptomatischen Kopfschmerzes ist der medikamenteninduzierte Kopfschmerz. Er tritt vor allem bei Patienten auf, die versuchen, sich mit großen Mengen rezeptfreier Schmerzmittel selbst zu therapieren. Als Folge geraten sie in einen Teufelskreis von Schmerzen und Abhängigkeit. Denn der Körper gewöhnt sich an die Schmerzmittel, so dass die Dosis laufend erhöht werden muss. Außerdem verursachen diese Überdosierungen ihrerseits Kopfschmerzen. In solchen Fällen hilft nur noch ein strikter Medikamentenentzug. Wie viele Menschen unter diesem medikamentös herbeigeführten Kopfschmerz leiden, ist nicht bekannt.
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Wie erkenne ich, ob ich Spannungskopfschmerzen oder Migräne habe? |
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Der häufigste Kopfschmerz ist der Spannungskopfschmerz. Ungefähr drei Prozent aller Erwachsenen, Männer und Frauen gleichermaßen, leiden an chronischem Spannungskopfschmerz. Der Beginn der Erkrankung liegt meist zwischen dem 20. und 30. Lebensjahr. Im Unterschied zur Migräne betrifft der Spannungskopfschmerz den gesamten Kopf und wird meist als dumpf-drückend beschrieben. Die Schmerzintensität ist niedrig bis mittelhoch. Licht- und Lärmempfindlichkeit oder Übelkeit treten nur selten auf. Patienten mit Spannungskopfschmerz sind in ihrer Leistungsfähigkeit eingeschränkt, bleiben aber im Gegensatz zu Migränepatienten meistens arbeitsfähig.
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Was ist Migräne? |
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Unter Migräne versteht man attackenweise auftretende und in Intervallen wiederkehrende, meist pulsierende oder pochende Kopfschmerzen, die im allgemeinen einseitig, manchmal auch beidseitig auftreten. Appetitlosigkeit, Übelkeit und Erbrechen, Licht- und Lärmempfind-lichkeit sowie eine Überempfindlichkeit für bestimmte Gerüche, wie z. B. Essensgerüche, sind typische Begleitsymptome einer Migräneattacke. Mediziner unterscheiden zwischen zwei Formen der Migräne: die einfache Migräne ohne Aura und die klassische Migräne mit Aura. Die einfache Migräne beginnt mit pulsierenden, pochenden oder stechenden Kopfschmerzen. Der Patient leidet dann häufig unter Begleiterscheinungen wie Appetitlosigkeit, Übelkeit, etwas seltener auch unter Erbrechen und Durchfall. Eine solche Attacke dauert gewöhnlich zwischen vier und 72 Stunden. Bei zwei Dritteln der Patienten ist die Migräneattacke nach einem Tag überstanden. Die klassische Migräne verläuft immer in Zusammenhang mit einer so genannten Aura. Als Aura wird die Phase vor der eigentlichen Migräneattacke bezeichnet, die von neurologischen Reiz- oder Ausfallerscheinungen bestimmt wird, z. B. von Sehstörungen (Lichtblitze, Flimmern, Einschränkungen des Gesichtsfelds). Ungefähr zehn bis 15 Prozent aller Migränepatienten leiden unter diesen Vorboten einer Migräneattacke. Oft beginnt die Migräneerkrankung während der Pubertät. Die Ursache hierfür liegt sicherlich in der Hormonumstellung des Körpers. Bezüglich Häufigkeit und Schwere der Attacken liegt der Höhepunkt der Migräneerkrankung zwischen dem 35. und 45. Lebensjahr. Migräne ist eine Volkskrankheit. Zirka 8 Millionen Deutsche sind betroffen, nämlich zwölf bis 14 Prozent der Frauen, acht Prozent der Männer und vier Prozent der Kinder. |
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Ich habe häufig beobachtet, dass Stress bei mir eine Migräne auslösen kann. Ist die Migräne eine psychische oder psychosomatische Erkrankung? |
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| Die Migräne ist eindeutig eine organische Erkrankung. Bestimmte Faktoren, auch Stress, können aber eine Migräneattacke auslösen. Viele Patienten berichten, dass Aufregungen und Angst bei ihnen Migräneattacken auslösen. Häufig treten Migräneattacken erst auf, wenn der Stress seinen Höhepunkt bereits überschritten hat. |
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Hat meine Migräne irgend etwas mit Durchblutungsstörungen zu tun? Ist das Risiko für mich höher, einen Schlaganfall zu bekommen? |
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| Das absolute Schlaganfallrisiko von Migränepatienten ist gering. Ein erhöhtes Schlaganfallrisiko besteht nur bei Patienten, die unter einer Migräne mit Aura leiden, Bluthochdruck haben, übergewichtig sind und/oder rauchen sowie bei Frauen, die die Pille nehmen. |
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Ist Migräne erblich bedingt? Werden meine Kinder auch an Migräne erkranken? |
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| Bei Migräne besteht eine erbliche Veranlagung. Bei mehr als der Hälfte aller Migränepatienten sind auch andere Familienmitglieder von Migräne betroffen, meistens die Mutter. |
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Gibt es eine bestimmte Diät, die ich einhalten sollte? |
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Außer der Empfehlung, bekannte Auslöser zu vermeiden, gibt es keine Diät, mit der man eine Migräne verhindern könnte. Bestimmte Nahrungsmittel und Getränke sind bei einer geringen Anzahl an Patienten Auslösefaktoren für Migräneattacken, darunter bestimmte Käsesorten, Schokolade, Zitrusfrüchte oder Tomaten. Bei manchen Käsesorten (vor allem Schimmelkäse) und Schokolade wird vermutet, dass darin enthaltene Substanzen wie Tyramin und Phenylethylamin die Migräneattacken auslösen können. Ein zu hoher Kaffeekonsum, aber auch der plötzliche Verzicht auf Kaffee, alkoholische Getränke (allen voran Rotwein und bestimmte Biersorten) sind ebenfalls häufig Auslöser für Migräneanfälle. |
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Hat meine Migräne etwas mit den Hormonen zu tun? |
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| Frauen sind häufiger von Migräne betroffen als Männer (menstruelle Migräne, Migräne im Klimakterium). Bei mindestens einem Drittel aller Migränepatientinnen häufen sich Migräneattacken vor, während oder nach ihrer Periode, aber auch um die Zeit des Eisprungs herum. Achtzig Prozent aller Migränepatientinnen bemerken einen deutlichen Rückgang der Häufigkeit von Migräneanfällen während der Schwangerschaft. Nach der Geburt des Kindes leiden sie dann wieder so häufig wie bisher unter Migräne. Nach den Wechseljahren nehmen Häufigkeit und Schwere der Migräne in der Regel langsam ab. |
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Sind Medikamente das einzige, was ich gegen die Migräne tun kann? |
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Nur etwa 50 Prozent der Migränekranken suchen wegen ihrer Migräne jemals einen Arzt auf. Die anderen behandeln ihre Kopfschmerzen mit frei verkäuflichen Präparaten. Eine Migränetherapie besteht immer aus Beratung des Patienten sowie einem Kompromiss von medikamentöser Therapie und Verhaltenstherapie. Neuartige medikamentöse Behandlungsmöglichkeiten können den Kopfschmerz der Migräneattacke wirksam behandeln und gleichzeitig Begleitsymptome wie Übelkeit, Erbrechen, Licht- und Lärmempfindlichkeit lindern.
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| Hierdurch kann die Lebensqualität vieler Migränepatienten deutlich verbessert werden. Der große Vorteil liegt nach Ansicht von Medizinern darin, dass Patienten infolge einer Migräneattacke nicht mehr zwangsläufig arbeitsunfähig werden. |
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Wie kann ich als Migräne-Patient mein Leben gestalten? |
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10 Tipps von der DMKG - Hilfe zur Selbsthilfe

| 1. |  | BEHALTEN SIE IHREN SCHLAF-WACHRHYTHMUS BEI. | | 2. |  | MEIDEN SIE IHRE PERSÖNLICHEN AUSLÖSER FÜR MIGRÄNE | | 3. |  | MEIDEN SIE SAUNABESUCHE. | | 4. |  | TREIBEN SIE SPORT WIE JOGGING, RADELN ODER SCHWIMMEN | | 5. |  | HETZEN SIE NICHT IN DEN URLAUB. | | 6. |  | PLANEN SIE IHREN TAGESABLAUF. | | 7. |  | LERNEN SIE "NEIN" SAGEN. | | 8. |  | SEIEN SIE KEIN PRINZIPIENREITER | | 9. |  | BITTE KEINEN 48 STUNDENTAG. | | 10. |  | BITTE MEHR GENIEßEN ... |
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| Dazu bedarf es keiner Erklärung, denn - Sie leben nur einmal! |
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Ist Migräne heilbar? |
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| Diese Frage muss leider mit nein beantwortet werden. Man kann aber einiges tun, um die Häufigkeit und Schwere der Attacken zu vermindern. Ein bisschen können Sie auch auf die Zeit hoffen: Im Alter nimmt die Migräne häufig ab. |
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Sind bei Migräne Langzeitfolgen wie zum Beispiel eine verminderte geistige Leistungsfähigkeit zu befürchten? |
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| Nein, negative Langzeitfolgen auf die Leistungsfähigkeit des Gehirns sind bei Migränepatienten nie beobachtet worden. Viele bekannte Geistesgrößen wie Sigmund Freud oder Marie Curie litten unter Migräne. |
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Hat Migräne etwas mit meiner Wirbelsäule zu tun? |
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| Zwar führen viele Patienten ihre Migräneattacken auf ihre Halswirbelsäule und verspannte Nackenmuskeln zurück, ein direkter Zusammenhang besteht aber nicht. Chiropraktische oder manualtherapeutische Behandlungen wie Massagen der Wirbelsäule haben sich bei der Migräne als wirkungslos erwiesen. |
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